Samstag, 20. Mai 2017

Track Season

Hey zusammen,

Am letzten Dienstag waren Girls Sectionals für Track. Viellicht könnt ihr euch ja noch an den Post erinnern wo ich über die Basketball Sectionals berichtet habe.
Da ich in Track zum Varsity Team gehöre, konnte ich diesmal auch richtig teilnehmen. Insgesamt waren zwölf Schulen dort. Das Wetter war solala. Es war sehr warm und hatte ziemlich starken Wind.   
Ich war in zwei Events: 2 Meilen und 4x800m. Da dies das letzte Meet der Saison war, wollte ich eigentlich nochmal alles geben und versuchen einen neuen PR aufzustellen. Mein Plan ist nicht so ganz aufgegangen. Ich habe meine Bestzeit in beiden Rennen bei 7 Sekunden verpasst. Ich habe mich ziemlich aufgeregt. Aber was soll's? Track season ist vorbei und ich habe nun nach der Schule kein practice mehr. Irgendwie bin ich ja schon froh, denn in den letzten zwei Wochen wurden meine Zeiten schlechter. Man hat richtig gemerkt, dass die Beine müde und schwer wurden und die Energie langsam ausgeht. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich nicht wie andere aus meinem Team an "shin splints" litt. Das einzige was ich hatte war anscheinend ein "IT Band Syndrome". Jedenfalls hat mir das mein Coach gesagt, nach dem ich ihm meine Schmerzen beschrieben habe.
Als Fazit kann ich sagen, dass es eine meiner besten Entscheidungen war dem Track Team beizutreten. Ich hatte nach der Schule immer etwas zu tun, habe viele neue Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen, und bin natürlich fit geblieben/geworden (wie auch immer ihr das sehen wollt). Was jetzt noch folgt ist die Awards Night, dann ist es endgültig vorbei.
Auch die Schule geht langsam dem Ende zu. Ich habe noch drei Tage übrig, an denen wir Finals (Abschlussprüfungen) schreiben. Am Samstag folgt dann auch gleich Graduation, was das Ende für meine High School Karriere bedeutet. 



Bis dann,
Michelle

Montag, 15. Mai 2017

Camping & Muttertag

Hello,

Ich melde mich auch wieder einmal. Dieses Wochenende war ein Teil meiner Gastfamilie, Pinja, Kate, und eine andere befreundete Familie Campen. Wir fuhren zu einem State Park, der etwas mehr als eine Stunde von unserem Haus entfernt liegt. Es gibt Abteilungen wo man Zelten kann und viele Wanderwege.



Dort angekommen sind wir erstmal auf eine "Wanderung" gegangen, weil man vor 14.00 Uhr keine Zelte aufstellen konnten. Nach der ersten Wanderroute haben wir unsere Zelte aufgebaut, Karten gespielt, und ein paar Snacks gegessen. Später liefen wir noch zwei weitere Wanderwege ab. Die Routen sind nicht wirklich lang und man läuft die meiste Zeit durch das Flussbett. Praktisch alles ist im Schatten/Wald, was bei dem warmen Wetter super war.










Zurück bei unserem Camp haben wir Chili gekocht, was sehr lecker schmeckte. Ausserdem haben wir versucht Stockbrote zu machen, aber wir hatten ein paar Probleme mit dem Teig, und so hat es nicht wirklich geklappt. Zum Dessert haben wir Pfirsich Cobbler (sowas wie Streusel-Kuchen) gemacht. Was bei einem Lagerfeuer natürlich auch nicht fehlen darf sind s'mores. Es ist ziemlich faszinierend was man alles über einem Feuer zubereiten kann.




Die Nacht im Zelt war ziemlich kalt und laut, da man die ganze Zeit Hundegebell hören konnte. Am nächsten Morgen bin ich um ca. 7.00 Uhr aufgewacht. Ich habe festgestellt, dass ich das Übernachten in einem Zelt nicht mehr so toll finde.



Zum Frühstück hatten wir Eier, Speck, und Brot. Danach haben wir begonnen die Zelte abzubauen und sind noch auf eine letzte Wanderung gegangen.




Auf dem nach Hause weg mussten wir einige Sachen für das Abendessen besorgen, denn es war Muttertag und wir veranstalteten ein Essen bei uns zu Hause. Es gab Rippchen, Kartoffelgratin, baked beans (Bohnen), Salat, Wassermelone, und zum Dessert Erdbeerkuchen. Die Eltern meines Gastvaters, die Oma, und die Familie seines Bruders kamen vorbei. Es war nicht ein grosses Fest, aber ein nettes Beisammensein. Ich würde schon meinen, dass Muttertag hier etwas grösser gefeiert wird als in der Schweiz.







Bis bald,
Michelle

Samstag, 29. April 2017

Prom

Hey zusammen,

Prom ist der Abschlussball am Ende der High School Zeit und extrem wichtig in den USA. An den meisten Schulen sind nur Juniors und Seniors zugelassen. 
Für Prom muss alles perfekt sein: Kleid, Schuhe, Haare, Makeup, Date... Ein Komitee fängt bereits am Anfang des Schuljahres mit der Planung des Events an. Dazu gehört Location, Musik, Deko, Einladungen, etc.
Es ist nicht ungewöhnlich dass Mädchen Wochen vorher ins Sonnenstudio gehen um die perfekte Bräune zu bekommen und das Kleid schon Monate davor aussuchen. Aber das wohl grösste Problem ist das perfekte Date zu finden oder den perfekten Promposal zu bekommen. Promposal setzt sich aus den beiden Wörtern „prom“ und „proposal“ (Antrag) zusammen. Es geht darum eine Person offiziell, meistens mit Plakat, zu fragen ob diese mit dir zum Prom gehen möchte.
Ich hatte mein Kleid einen Monat vor Prom. Als wir für den St. Patrick’s in Chicago waren, haben wir auf der Rückfahrt beschlossen für mich nach einem Kleid zu suchen. Kate und Pinja hatten ihr Kleid bereits. So konnten sie mir beim Anprobieren helfen. Ungefähr 2 Stunden und 20 Kleider später konnte ich mich schliesslich für eines entscheiden.
Das grösste Problem stand noch bevor. Mit wem gehe ich überhaupt zu Prom? Man kann zwar alleine oder mit einer Freundesgruppe dahin gehen, aber traditionell hat man eigentlich ein Date.
Nach und nach sah man Bilder von den Promposals auf Facebook & Co., und ich wurde langsam nervös. Spring Break kam und wir waren in Florida. Eine Woche nicht in der Schule, bedeutete eine Woche weniger Zeit um nach einem Prom Date Ausschau zu halten. Diese Woche hätte mir aber nichts gebracht, denn ich hatte genau eine Option. Ich wusste, dass er mich wahrscheinlich nicht fragen würde, deshalb habe ich die Initiative ergriffen und einfach gefragt. Übrigens kenne ich ihn, weil wir zusammen Mathe haben und er auch in Track ist.
Das Ganze war eine ziemliche Aufregung weil er nicht direkt ja gesagt hat. Die Geschichte ist lang und ziemlich unnötig um hier zu erwähnen. Das Wichtigste ist, dass er am Ende ja gesagt hat und mit mir zum Prom gegangen ist.
Schuhe hatte ich schnell gefunden. Ich habe mich für flache entschieden, da ich hohe Schuhe sowieso nach kurzer Zeit ausziehen würde. Dazu kommt noch, dass mein Date nicht wirklich gross ist.
Die Haare stellten sich als eines der grössten Probleme heraus. An einem Samstag habe ich mir vorgenommen zu üben. Ich hatte eine Frisur im Kopf, die mir ganz gut gefallen hätte. Da ich aber nicht besonders begabt bin im Frisuren machen, und es nach 5 Stunden (kein Mist) immer noch nicht hingehauen hat, habe ich einen Kompromiss gefunden.
Eine Woche vor Prom war alles geplant und ich wusste was ich am Tag selber alles erledigen muss.
Irgendwann war es dann soweit. Am Samstagmorgen habe ich ausgeschlafen, gefrühstückt, mein Zimmer aufgeräumt, geputzt, und Wäsche gefaltet... Um 16.00 Uhr musste ich fertig sein. Irgendwann nach dem Mittag habe ich mit den Haaren angefangen und netterweise Hilfe von meiner Gastmutter bekommen, die tausendmal begabter im Frisuren machen ist als ich. Dann kam das Makeup. Obwohl ich es nur einmal vorher ausprobiert hatte kam es recht gut heraus. Ich habe es geschafft rechtzeitig fertig zu werden.
Mein Date wartete draussen am Gartenzaun mit einem Plakat. Er wollte irgendwie doch der Tradition folgen und mich offiziell zu Prom fragen.




Wir sind mit meinem Gastbruder und seiner Freundin zu einem Park gegangen um Fotos zu machen. Danach fuhren wir gemeinsam zu IHOP für dinner. Der Tanz fing um 20.00 Uhr an und dauerte bis 23.00 Uhr. Wir sind dort auf andere Freunde getroffen und hatten ziemlich viel Spass. Irgendwann im Verlaufe des Abends wurden Prom King, Queen, Prince, und Princess gekrönt. Mein Date war ein Teil des Courts, was bedeutet er hätte zum Prinz gewählt werden können. Im Endeffekt hat aber jemand anderes gewonnen.  



Mein Gastbruder, seine Freundin, und wir sind ein bisschen früher gegangen und haben bei meinem Date zu Hause Monopoly gespielt. Wir verbrachten noch einen schönen Abend und hatten es sehr lustig. Normalerweise kommunizieren mein Gastbruder und ich ja überhaupt nicht miteinander, aber wir sind richtig gut ausgekommen. Um 3.00 Uhr war ich schliesslich im Bett. Ich würde sagen Prom war erfolgreich und definitiv eine Erfahrung wert.
















Bis dann,
Michelle

Freitag, 21. April 2017

Easter

Hallöchen,

Ich hoffe ihr hattet schöne Ostern. Ich jedenfalls hatte eine gute Zeit. In der Woche bevor Ostern haben wir die Eier gefärbt. Meine Gastfamilie hat Ostern am Samstag gefeiert. Am Morgen hatten wir einen Easter Egg Hunt (Ostereiersuche) im Haus. Wir sammelten echte, hartgekochte Eier und mit Süssigkeiten gefüllte Plastikeier. Zum Frühstück ass ich dann erstmal ein Ei. Da es hier aber kein Aromat gibt musste ich improvisieren und habe mein Ei mit Salz und Pfeffer gewürzt. Ausserdem habe ich meiner Gastfamilie das „Eiertütschen“ beigebracht. Sie wussten nicht was das ist. Später fuhren wir zu den Grosseltern, Pinja & Kate. Als Erstes gab es auch dort einen Easter Egg Hunt. Dieses Mal fand dieser draussen statt. Insgesamt waren etwas über 100 Plastikeier versteckt. Von den Grosseltern bekamen wir auch noch ein Osternest. Danach assen wir. Es gab wieder einmal ein grosses Buffet mit allerlei guten Sachen. Nach dem Essen haben wir Spiele gespielt und uns nett unterhalten. Das Wetter war super schön und es war richtig warm draussen. Wir kamen erst spät nach Hause.



Vorher
Nachher





Am nächsten Morgen bin ich extra früh aufgestanden um mit meiner Familie zu Skypen. Es war schön sie wieder einmal zu sehen. Meine Grosseltern zum Beispiel hatte ich noch gar nie gesehen seit ich hier bin.
Danach bin ich mit meiner Gastfamilie in die Kirche gegangen. Meine Grosseltern haben, wie an Weihnachten, wieder im Chor gesungen. Das ist auch der Grund weshalb wir Ostern am Samstag statt am Sonntag gefeiert haben. Normalerweise feiern Amerikaner Ostern auch am Sonntag, aber für sie wäre es einfach zu stressig wenn sie nach der Messe noch das ganze Essen vorbereiten und die Eier verstecken müssten.



Von meiner Familie zu Hause habe ich übrigens noch ein Paket mit einem Osterhasen und anderen Sachen bekommen. Ich habe hier über Ostern echt nirgendwo Schoko-Osterhasen gesehen. Ich glaube zwar schon, dass es welche gibt, aber sie sind wohl nicht so bekannt wie in der Schweiz, wo sie in den Einkaufsläden schon Wochen vor Ostern aufgestellt werden. Auch gibt es nicht eine grosse Vielfalt an Schoko-Eiern. Zudem gibt es überhaupt keine Zuckereier, oder Gel-Hasen. Stattdessen sind hier Jelly Beans, Peeps (mit Zucker überzogene Marshmallow Küken), und mini Versionen von Reese’s, Twix, Snickers, etc. beliebte Oster-Süssigkeiten.


Peeps
Amerikanische Ostern unterscheidet sich ziemlich von meiner Schweizer Ostern. Es war aber spannend eine neue Tradition kennenzulernen.

Bis bald,
Michelle