Samstag, 1. April 2017

Spring Break

Hello,

Für Spring Break sind meine Gastfamilie (nur einen Teil), Grosseltern, und andere Verwandte nach Orlando, Florida gefahren. Am Donnerstag nach der Schule ging es los und 16 Stunden später sind wir angekommen. Wir haben nur dreimal angehalten, aber es klingt definitiv schlimmer als es ist für so eine lange Zeit im Auto zu sitzen. Schlafen konnte ich so einigermassen. Manchmal eine halbe Stunde, manchmal eine Stunde... Für die Woche lebten wir in einem Resort. Wir konnten unsere Ferienwohnung aber noch nicht direkt beziehen, deshalb waren wir einfach ein bisschen am Pool bis es soweit war. Meine Gastfamilie war mit anderen Verwandten in einer Wohnung und ich war mit den Grosseltern, Kate, Pinja, und Rachel (Cousine) in der Wohnung direkt nebenan.
Am ersten Abend gingen wir zu Disney Springs um unsere Tickets für Disney World zu kaufen. In Disney Springs gab es viele Disney orientierte (und auch andere) Läden. Als wir zurück im Resort waren zeigte uns Grams alles. Meine Gastfamilie geht jedes Jahr dorthin, also kennen sie alles wie ihre eigene Hosentasche.






Am Samstag war ein entspannter Tag. Am Morgen waren Pinja und ich im Fitnessstudio. (Ja, auch in den Ferien musste Sport gemacht werden.) Die meiste Zeit waren wir beim Pool, haben Spiele gespielt, und waren schwimmen. An diesem Tag gab es eine Pool-Aktivität bei der zwei Familien gegeneinander angetreten sind. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit um ein Boot aus Karton und Panzerband zu basteln. Dann musste eine Person aus der Familie ohne umzukippen quer durchs Pool paddeln. Wir haben tatsächlich gewonnen. Am Ende des Tages waren wir noch im Whirlpool.


Sonntag war Beach Day. Wir mussten etwas früher aufstehen, denn wir wollten vor den ganzen Menschenmassen am Strand ankommen. Nicht alle wollten zum Cocoa Beach fahren. Nur meine Gastfamilie, Pinja, und Michael (Cousin) kamen mit. Die anderen gingen Golfen. Das Wasser war anfangs ziemlich kalt, aber mit der Zeit gings. Wir hatten sehr viel Spass im Wasser, denn die Wellen waren recht hoch. Als wir zurück im Resort waren spielten wir ein wenig Basketball und gingen am Abend wieder in den Whirlpool.




Am nächsten Tag war wieder relaxen angesagt. Wir spielten Euchre auf dem Balkon und waren im Pool. Einige gingen an diesem Abend zu einem Hockey Game in Tampa. Kate, Rachel, und ich blieben zu Hause und waren, wie könnte es anders sein, wieder im Whirlpool.


Am Dienstag gingen ein paar Leute wieder Golfen. Pinja und ich rannten 5km und gingen anschliessend zum Pool. Nach dem Essen fuhren wir zu einer Outlet Mall mit vielen teuren Marken-Läden, wo es tatsächlich viele Sachen billiger gibt als normal. Zu Bett gings etwas früher als sonst, weil wir am nächsten Tag zum Disney World gingen.





Disney World war wieder nur etwas was meine Gastfamilie und Pinja gemacht hat. Kate ging zu den Universal Studios. Wir fuhren eine Stunde vor Öffnung los, obwohl es nur etwa 10 Minuten vom Resort entfernt liegt. Disney World hat vier Parks. Wir besuchten alle. Zuerst waren wir im Magic Kingdom. Wir waren auf drei oder vier Bahnen, assen Eis und machten Fotos vor dem berühmten Cinderella Schloss. Später wechselten wir Park. In Epcot waren wir auf 2 Bahnen und spazierten durch die World Showcase, wo Länder aus aller Welt präsentiert werden. Leider hatten wir nicht sehr viel Zeit und sahen nicht alle Länder, aber es war ziemlich cool. Als nächstes gingen wir zu Hollywood Studios. In diesem Park hatten wir unsere drei Fastpasses, was bedeutet wir konnten bei drei ausgewählten Bahnen einfach vordrängeln. Darunter waren meine zwei Lieblingsbahnen: "Tower of Terror" ist ein Lift der hinauffährt und fällt & "Rock'n Rollercoaster" ist eine normale Achterbahn im Dunkeln. Disney World ist eigentlich nicht bekannt für Achterbahn, aber natürlich gibt es trotzdem welche. Zum Schluss blieb uns noch Animal Kingdom. Der ganze Park sieht ganz anders aus als alle anderen. Überall sind Pflanzen und Tiere (wie ein Dschungel). Wir waren auf zwei Bahnen und haben eine Nacht Safari gemacht. Leider durfte man nicht mit Blitz fotografieren, so sind alle Bilder ziemlich schlecht geworden und man erkennt praktisch nichts. Wir haben aber ganz viele Tiere gesehen (Giraffen, Löwen, Krokodile, Elefanten, Nilpferde, Antilopen, etc.) Animal Kingdom hat um 21.00 Uhr zugemacht. Mein Gastvater, Pinja, und ich sind nochmal zurück zu Magic Kingdom gegangen. Die anderen wollten zum Auto. Als Disney World um 23.00 definitiv geschlossen hat sind wir zurück zum Resort gefahren und todmüde ins Bett gefallen. (An diesem Tag sind wir knapp 20km gelaufen.)






















Am Donnerstag haben wir ein wenig ausgeschlafen und haben nicht viel gemacht. Wir waren am Pool und haben Scrabble gespielt. Irgendwann am Nachmittag sahen wir noch eine Rakete die ins Weltall geschossen wurde - ziemlich interessant. Nach dem Abendessen gingen Kate und ich zum letzten Mal in den Pool. Dann mussten wir auch schon unsere Sachen zusammenpacken.




Am Freitag Morgen um 3.00 Uhr sind wir aufgestanden um die Autos zu laden. Losgefahren sind wir eine Stunde später. Es ist vieeel schlimmer bei Tag so lange zu fahren, als bei Nacht. Ich konnte zwar ein bisschen schlafen, aber die Fahrt war relativ mühsam. Mein Gastbruder musste sich viermal übergeben, was nicht so toll war. Um 20.30 Uhr (16,5 Stunden später) sind wir zu Hause angekommen.


Das wär's dann gewesen mit meinen letzten Ferien in den USA...

Bis bald,
Michelle

Samstag, 18. März 2017

St. Patrick's Day

Hallöchen,

Letztes Wochenende war ich mit meinen Gastgrosseltern, Pinja, und Kate in Chicago. Am Freitag nach der Schule sind wir losgefahren. Dort angekommen waren wir griechisch Essen und haben anschliessend im Hotel eingecheckt. Wir haben uns ein bisschen umgeschaut und sind noch für ein Weilchen in den Pool gegangen. Vor dem zu Bett gehen gab es noch Geburtstagskuchen. Es war eine kleine Vorfeier für Pinja’s 18. Geburtstag, der eigentlich erst diesen Freitag war.



Am Samstagmorgen gab es erstmal Frühstück. Grams hat extra einen Tisch mit bester Aussicht auf den Fluss reserviert. Denn um 9.00 Uhr wurde der Fluss anlässlich des St. Patrick Day grün eingefärbt (natürlich pflanzliche Farbe). Dieser Feiertag hat seinen Ursprung in Irland. Weil grün die Farbe der Iren ist, muss am 17.3 jeder etwas Grünes tragen. Wenn man dies nicht tut, wird man gekniffen. Jedenfalls sind wir am Fenster gesessen und haben zugeschaut wie Boote die Farbe ins Wasser spritzen. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass der Fluss wirklich sooo grün werden würde. Es hat ausgesehen wie gephotoshopt.




Irgendwann sind wir nach draussen gegangen und haben den Fluss auch noch von Nahem betrachten können. Das war ziemlich cool. Wir sind dann ein bisschen in der Stadt herumgelaufen, durch Läden gestöbert, und zum Navy Pier gegangen. Eigentlich wollten wir auch die Parade sehen, aber wir konnten sie nicht finden...







Auf dem Weg nach Hause haben wir einen Halt bei einer Mall gemacht und nach einem Prom-Dress für mich gesucht (Kate und Pinja hatten schon ein Kleid). Ich wurde fündig. Jetzt fehlen noch die Schuhe und ein Date, dann bin ich bereit für Prom.
Der eigentlich St. Patrick's Day war am Freitag (auch Pinja's Geburtstag). Aber ganz ehrlich, ausser grünen Rice Krispies für Lunch war es ein ganz normaler Tag. Nicht spezielles, also. 

Bis dann,
Michelle

Sonntag, 12. März 2017

Expectation vs. Reality

Hello,

Nachdem ich nun schon über 7 Monate hier bin, dachte ich, dass ich mal ein paar meiner Vorstellungen aufliste und erzähle wie es wirklich ist.

Vorstellung #1: Ich werde viel zunehmen.
Realität: Bis jetzt habe ich nicht  enorm viel zugenommen. Ich esse wahrscheinlich ungesünder als in der Schweiz, aber ich mache hier mehr Sport, deshalb gleicht sich das Ganze am Ende ziemlich gut aus.

Vorstellung #2: Mir wird bestimmt nie langweilig bei so vielen Leuten im Haus.
Realität: Jein. Eigentlich alle meine Gastbrüder, bis auf den kleinsten, ignorieren mich und sitzen den ganzen Tag vor dem Computer. Mein kleiner Gastbruder will zwar die ganze Zeit mit mir spielen, aber mit der Zeit wird das irgendwann auch anstrengend.

Vorstellung #3: Schule wird einfach sein.
Realität: Die Schule hier ist definitiv viel einfacher. Im Vergleich zur Schweiz muss ich hier praktisch nichts machen.

Vorstellung #4: Leute werden auf mich zukommen und viele Fragen stellen.
Realität: Ich kann die Leute an einer Hand abzählen, die mich angesprochen haben und etwas über mich wissen wollten. Eigentlich interessiert es hier so gut wie keinen, dass ich Austauschschülerin bin und aus einem anderen Land komme.

Vorstellung #5: Cheerleader und Footballspieler sind die Beliebtesten an der Schule.
Realität: Es ist nicht so wie man es aus den Filmen kennt, zumindest nicht an meiner Schule. Diese Cliquen gibt es zwar, aber sie sind nicht so extrem ausgeprägt und keine bestimmte Gruppe ist beliebter als die andere.

Vorstellung #5: Alles ist viel billiger in Amerika.
Realität: Nein, nicht wirklich. Kleidung, Schuhe, und solche Sachen sind in etwa gleich teuer, oder minimal billiger. Frisches Obst und Gemüse ist oftmals sogar teurer.  Ein einziger Apfel kann locker 1,00 CHF kosten.

Vorstellung #6: Ich werde ungefähr 1x im Monat Kontakt mit meiner Familie haben.
Realität: In Wirklichkeit skypen wir ca. alle drei Wochen, aber schreiben eigentlich jede Woche mindestens ein Mal. Vor meinem Flug haben wir nichts Festes ausgemacht, wie oft wir Kontakt haben werde. Das ist auch gut, denn es spielt sich irgendwie von alleine ein. Mal hat man mehr Kontakt, mal weniger. Es kommt auch darauf an wie beschäftigt man gerade ist.

Vorstellung #7: Schulsport ist ein riesen Ding an der High School.
Realität: Sport ist wirklich sehr wichtig. Viele Schüler machen mindestens eine Sportart. Sport bringt die Schüler zusammen und ist ein guter Weg Freunde zu finden. Man feuert einander an und ist oft stolz auf die Schulteams. Den ’’school spirit’’ gibt es hier wirklich.

Bis bald,
Michelle