Montag, 6. März 2017

Hawaii 2k17

Aloha,

Wie ihr mitbekommen habt war ich für eine Woche auf Hawaii. Es war grossartig.
Am Samstagmorgen hat mich mein Gastvater zum Flughafen gebracht. Mein Flieger ging um 7.15 Uhr von Indianapolis nach Los Angeles und von dort weiter nach Honolulu. Alles lief super. In Honolulu angekommen wurden wir von Belo (Reiseorganisation) Staff empfangen und zum Hotel in Waikiki gebracht. Nach und nach sind alle Austauschschüler eingetroffen. Insgesamt waren wir 55 von 13 verschiedenen Ländern. Darunter waren 10 aus der Schweiz. Zum Abendessen gab es typisch Hawaiianische Speisen.




Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück auf eine Katamaran-Tour. Es war sehr cool. Das Wetter war super und wir haben sogar eine grosse Meeresschildkröte gesehen. Danach verbrachten wir einige Zeit am Strand. Praktisch jeden Tag waren wir für das Mittagessen selber zuständig. Wir sind einfach selber in ein Restaurant gegangen oder haben ein Sandwich verspeist. Später fuhren wir mit dem Bus durch Honolulu und haben ein wenig Sightseeing gemacht. Zu Abend haben wir in einer Pizzeria gegessen und anschliessend hatten wir noch etwas Freizeit um in Waikiki herumzuspazieren.







Am Montag mussten wir früh aufstehen. Wir fuhren nämlich zum North Shore um Surfen zu gehen. Es war grossartig. Zu meinem Erstaunen war ich gar nicht so schlecht und konnte mich auf dem Brett halten. Dann gingen wir in die das Surfer-Städtchen Haleiwa. Zu Mittagessen hatte ich einen Ananas Burger, der sehr lecker war. Was auch nicht fehlen durfte - Shave Ice. Am späteren Nachmittag ging es für uns zum Polynesian Culture Center, wo sieben verschiedene Inseln ihre Kultur präsentiert haben. Dort haben wir auch gegessen. Es war ein Buffet mit verschiedenen Sachen aus deren Kulturen.









Am Dienstag war es etwas weniger schön. Es war den ganzen Tag bewölkt. Am Morgen sind wir zum Pali Lookout gefahren und haben anschliessend Mittagessen für das Strandpicknick eingekauft. Wir sind zum einem der schönsten Strände der USA gegangen (Kailua Beach). Wenn man dort schwimmen will, muss man einen LifeGuard buchen. So hatten wir unseren eigenen Rettungsschwimmer. Auf dem Rückweg haben wir noch ein paar Stopps gemacht um Fotos zu machen. Für das Abendessen sind wir ins Hard Rock Cafe gegangen.






Mittwoch war vom Wetter her der schlechteste Tag. Am Vormittag haben wir Pearl Harbor besucht, konnten wegen dem Regen aber nicht mit dem Boot zum eigentlichen Memorial fahren. So haben wir uns einfach das Museum angeschaut und haben einen Veteran getroffen. Am Mittag hielten wir in einem Food-Quartier an wo es alle möglichen Restaurants gab. Dann gingen wir zu einem Markt, wo man Souvenirs bekommen konnte. Später fuhren wir zur Ala Moana Mall, wo wir Zeit zum Shoppen hatten und auch Abendessen gegessen haben.






Am Donnerstag kam die Sonne wieder aus ihrem Versteck. Wir wanderten auf die Spitze des Diamond Head, einem 232 m hohen inaktiven Vulkan. Die Aussicht war bombastisch. Zurück im Hotel hatten wir kurz Zeit um Mittag zu essen, bevor es mit den Extra-Aktivitäten weiterging. Wir konnten wählen zwischen Stand Up Paddling, Surfen, oder Kajak fahren. Ich wollte nochmal Surfen. Diesmal waren wir aber in Waikiki. Die Wellen waren kleiner und das Wasser weniger tief. Es hat Spass gemacht, aber war weniger cool als das erste Mal. Abendessen hatten wir im Hilton Hotel und am späteren Abend hatten wir eine kleine Beach Party.





Der letzte Tag verbrachten wir mit Schnorcheln in Hanauma Bay. Das war ziemlich speziell. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis wert. Ich habe viele verschiedene farbige, kleine, und grosse Fische gesehen. Manche hatten Glück und sahen sogar Wasserschildkröten. Als wir fertig waren gingen wir zurück ins Hotel, wo wir eine Lei (Halsschmuck aus Blüten) machen konnten. Anschliessend gingen wir zu einer Luau (traditionelles Fest). Wir hatten die Möglichkeit verschiedene Hawaiinische Dinge auszuprobieren (Kopfschmuck basteln, Tattoos malen, "Dart" spielen...). Wir haben auch dort gegessen und währenddessen eine Show vorgeführt bekommen, mit Hula Tänzern und Feuerkünstlern).










Am Samstagmorgen hiess es verabschieden... Nicht nur von Hawaii, sondern auch von vielen tollen Menschen. Ich flog um 12.00 Uhr los. Zuerst wieder nach L.A. und dann nach Indianapolis. Ich kam morgens um 5.20 Uhr an. Mein Gastvater holte mich wieder ab. Zuhause angekommen ging ich erstmal ins Bett und schlief praktisch den ganzen Tag (bis 4.00 Uhr). Jetlag ist definitiv schlimmer wenn man Zeit verliert.


Morgen geht es wieder in die Schule, zurück in den Alltag - und darauf habe ich eigentlich gerade nicht viel Lust.

Bis dann,
Michelle

Samstag, 25. Februar 2017

Food Diary

Hey zusammen,

Ich dachte es wäre vielleicht ganz interessant für euch zu sehen, was ich in einer Woche alles so esse.
In den letzten 5 Tagen habe ich vor jeder Mahlzeit Bilder gemacht. Ich bin selbst verwundert, dass ich es durchziehen konnte und immer daran gedacht habe das Essen festzuhalten. 

Montag

Früchte-Loops

Schokomilch, Banane, Hot Dog, Spinat mit Ranch, & Smiles (Kartoffeln)

Poulet, Kartoffeln, & Wasser

Brotpudding

Eiscreme in der Geschmacksrichtung Geburtstagskuchen

Dienstag

Erdbeermarmelade auf Toastbrot & Wasser

Schokomilch, grüner Salat mit Ranch, warmes Pizzasandwich, Bohnen, & Apfel

Kartoffelauflauf, Schweinefleisch mit Sauce, & Wasser

Zuckerstreusel Donut

Mittwoch

Früchte-Loops

Grüner Salat mit Ranch, Banane, Poulet Wrap, Schokomilch
Plundergebäck & Wasser

Shepherd's pie (Kartoffelstock, Gehacktes, Karotten) & Wasser

Donnerstag

Erdnussbutter auf Toastbrot & Erdbeermilch

Apfel, grüner Salat mit Ranch, Cheeseburger, Käse Makkaroni, & Schokomilch

Brötchen, Pommes mit Ketchup, Hackfleisch mit Sauce, & Wasser

Freitag

Milch & Erdnussbutter auf Toastbrot

Zimtschnecke mit Frischkäse-Glasur

Schokomilch, Salami Pizza, Ananas, & Apfel

Hot Dog & Wasser

Es ist gerade 19.45 Uhr. In weniger als 9 Stunden startet meine Reise nach HAWAII!! Ich kann es kaum erwarten. Keine Angst, ihr werdet noch ganz viel über diesen Trip erfahren aber jetzt sollte ich eigentlich mal mit Packen anfangen. (Ich mache immer noch alles im letzten Moment, daran hat sich bis jetzt nicht viel geändert.) Jedenfalls freue ich mich riesig, denn es ist einiges geplant. Seid gespannt!

Bis bald,
Michelle

Sonntag, 19. Februar 2017

News

Hallöchen,

Nun melde ich mich auch wieder einmal...

Die Mädchen Basketball Saison ist jetzt endgültig vorbei. Wir haben die Regionals leider nicht gewonnen. Im März werden wir uns alle noch einmal bei einem Bankett treffen, um die erfolgreiche Saison gebührend abzuschliessen. 
Wer jetzt gedacht hat, dass ich genug Sport für dieses Jahr gemacht habe liegt falsch. Am Mittwoch hat Track (Leichtathletik) angefangen. Ich habe mich dafür entschieden um involviert zu bleiben, mehr Leute zu treffen, und beschäftigt zu sein. Ich bin im long distance team gelandet, was bedeutet dass wir einfach längere Strecken rennen. In diesem Sport ist es so, dass egal wie schlecht du bist, die Coaches dich bei den Wettkämpfen trotzdem rennen lassen. Das gefällt mir sehr gut, denn es geht mehr darum die eigene Leistung zu verbessern. Bis jetzt hatten wir drei Trainings. Für das Dehnen und Aufwärmen sind wir jeweils noch alle zusammen. Danach gehen wir in unsere Gruppen (Sprinter, Werfer, etc.). Bisher hatte ich nach jedem Practice Muskelkater, aber ich denke das sollte schnell besser werden (war beim Basketball ja auch so).
Anfangs letzte Woche ist in unserem Ort etwas nicht so schönes passiert. Am Montag sind zwei Mädchen (13 & 14) verschwunden. Sie waren alleine unterwegs und wollten Spazierengehen. Ein Familienmitglied hat die beiden Mädchen abgesetzt und wollte sie später wieder abholen, aber sie sind nicht aufgetaucht. Polizei, Feuerwehr, und ganz viele freiwillige Helfer haben nach ihnen gesucht. Am Dienstag wurden sie schliesslich tot aufgefunden. Eine Autopsie hat ergeben, dass die Mädchen ermordet wurden. Noch am Dienstag Abend wurde ein spezial Gottesdienst gehalten, wo meine Gastfamilie und ich auch hingegangen sind. Die beiden waren zusammen mit einer meiner Gastbrüder in der 8. Klasse. Ich persönlich habe sie nicht gekannt, aber die Schwester der einen ist in meiner Mathe Klasse. Dieser Vorfall ist auch für Amerika nicht ganz normal - ein Doppelmord an zwei jungen Mädchen und dazu noch in so einem kleinen Ort. Mittlerweile wurde davon auch in grossen nationalen News-Shows berichtet. Den Täter hat man leider noch nicht gefasst. Es wird immer noch ermittelt. Das hat aber dazu geführt, dass wir nicht mehr alleine nach draussen (zb. in den Park) gehen dürfen. 
Es gibt aber auch noch erfreuliche News. Meine Gastfamilie hat nun die offizielle Bestätigung für die Austauschschülerin für nächstes Jahr bekommen. Sie kommt auch aus der Schweiz, jedoch aus dem Kanton Zürich. Ich finden das ganze ziemlich aufregend und freue mich schon (hoffentlich) bald einmal mit ihr Skypen zu können. Ich weiss gar nicht ob ich es schon einmal erwähnt habe, aber meine Gastfamilie hatte bisher zwei Mädchen aus Deutschland, zwei aus der Schweiz, und eines aus Dänemark. Sie wird also die dritte Schweizerin und die sechste Austauschschülerin insgesamt. Ich würde es auch total cool finden alle einmal zu treffen, denn irgendwie sind es auf eine Art auch meine Austauschschwestern.

Bis dann,

Michelle

Sonntag, 5. Februar 2017

Senior Night & Sectionals

Hallo meine Lieben,

Am Freitag vor einer Woche war mein letztes Basketball Game. Ich konnte sogar als Starter auf's Feld. Normalerweise sind die Starter die besten Spieler, aber weil es mein allerletztes Game war, wollten sie mir eine Freude bereiten. Ausserdem durfte ich den Jump Ball machen, d.h. das Spiel beginnen. Zum Abschluss der Saison haben wir glücklicherweise noch gewonnen. 
Am selben Abend fand auch die Senior Night statt.
Zwischen dem JV und dem Varsity Game wurden die Seniors und ihre Eltern aufgerufen und es wurde ein bisschen etwas über einen erzählt. Jeder Senior hat eine Kiste bekommen und am Ende der Zeremonie kamen alle anderen vom Team vorbei und haben einen um den anderen umarmt und "verabschiedet". Es war ein ziemlich emotionaler, aber richtig toller Abend.



Diese Woche war Sectional Week. Das ist praktisch eine Art Meisterschaft, in der man gegen gleich grosse Schulen spielt. In Indiana gibt es vier Klassifizierungen (A, AA, AAA, AAAA). Unsere Schule ist AA, das bedeutet wir haben nur gegen Schulen in der Klasse AA gespielt. 
Jedenfalls war das erste Game am Mittwoch. Wenn man verliert ist man raus. Gewinnt man, ist man eine Runde weiter. Wir haben gewonnen (um einen Punkt) und konnten zum zweiten Spiel, welches am Freitag stattfand. Auch dieses Team haben wir geschlagen, bei elf Punkten. Dieser Sieg hat uns zum Finale am Samstag geführt. Unsere Final Gegner hatten einen Game Rekord von 20-4, was bedeutet, dass sie diese Saison 20 Spiele gewonnen, und nur 4 verloren hatten. (Unser Game Rekord ist 16-8.) Ich glaube das hat uns zwar ein bisschen eingeschüchtert, aber nicht davon abgehalten alles zu geben. Schlussendlich haben wir 37:24 gewonnen und wurden Sectional Champions!! Das Mädchen Basketball Team meiner Schule hatte die Sectionals zum letzten Mal im Jahre 1996 gewonnen. Das sind 21 Jahre her. Nach dem Sieg haben wir direkt den Pokal überreicht bekommen und Fotos gemacht. Dann haben wir die Netze aus den Basketballkörben geschnitten und den Game Ball mit nach Hause genommen. Alle drei Spiele waren übrigens immer am selben Ort. Das bedeutet wir mussten drei Mal 1,5 Stunden fahren... Als wir an diesem Abend mit dem Bus nach Hause kamen, haben schon zwei Feuerwehrautos gewartet um uns durch den Ort zu begleiteten.



Dadurch, dass wir die Sectionals gewonnen haben, können wir nun zu den Regionals, welche nächsten Samstag stattfinden.

Bis dann,
Michelle

Sonntag, 22. Januar 2017

Unterschiede

Hallihallo,

Ich dachte mir, dass es nun eigentlich mal an der Zeit wäre ein paar Unterschiede von den USA zur Schweiz aufzulisten. Das sind alle, die mir gerade spontan eingefallen sind. Ich bin mir sicher es gibt noch viel mehr. Vielleicht werde ich irgendwann noch mal einen zweiten Teil machen.

Klimaanlage: Im Haus, im Auto, in der Schule... Sie ist einfach überall. Meistens war sie so kalt eingestellt, dass man im Sommer für die Schule nicht einfach nur ein T-Shirt tragen konnte.

Essen: Es gibt viel mehr Möglichkeiten an Fast Food zu kommen und richtiges Brot gibt es nicht, nur Toast.

Wasser: Man kann hier kein Hahnenwasser trinken, da es zu viel Chlor enthält.

Drive-thru: Dieses Konzept gibt es für alles. Man kann seine Medikamente, sein Essen, oder sogar sein Geld von der Bank durch einen Drive-thru bekommen.

Schule: Dazu habe ich bereits einen eigenen Post verfasst. Da ist so einiges anders als in der Schweiz.

Zahlen: Die Nummern werden nicht alle gleich geschrieben wie in der Schweiz. In den ersten zwei Woche musste ich mich so hart zusammennehmen, die 1 nur als einen Strich zu schreiben. Heute sieht es eher so aus, dass ich mich so stark daran gewöhnt habe die 1 amerikanisch zu schreiben, dass ich gar nicht mehr anders kann.

Noten: Schulnoten sind Buchstaben oder Prozent. In der Musik wird das H zu einem B. Also das wäre dann C, D, E, F, G, A, B, C.

Längenmass und Temperatur: Meilen, Fuss, Inches und Fahrenheit. Ich habe immer noch keine Ahnung wie lang drei Inches oder 40° F sind.

Rezepte: Alles wird in Cups abgemessen. Ich finde diese Art irgendwie einfacher, aber es ist halt ziemlich unvorteilhaft für alle Rezepte, die ich aus der Schweiz mitgebracht habe.

Autos: Jeder Amerikaner besitzt mindestens ein Auto und benutzt dieses natürlich auch zu jeder Zeit. Egal in welcher Stadt man ist, die Autos sind einfach überall gross. Was mich zuerst ein wenig verwirrt hat, dass man in Indiana vorne kein Nummernschild braucht. Es sieht ziemlich speziell aus, ist aber reine Gewöhnungssache.
Der grösste Unterschied ist wahrscheinlich, das Mindestalter (16).

Restaurant: Wasser bekommt man oft umsonst und alle anderen Getränke, die man bezahlt, sind praktisch immer free refill. Das bedeutet sie werden immer gratis nachgefüllt. Das Trinkgeld ist hier nicht im Preis einbegriffen. Zum Total sollte man 15-20% dazu geben.

Läden: Für die Einkaufswagen braucht man kein Geldstück, die kann man einfach so nehmen. Wenn man im Laden etwas für $1 sieht ist es in Wirklichkeit eigentlich mehr. Die Steuern werden nämlich erst an der Kasse dazugezählt.

Komplimente: Wenn jemandem deine Schuhe gefallen, dann bekommst du das auch gesagt. Man hört hier viel öfters Komplimente.


Begrüssung: Die Begrüssung (auch an der Kasse in einem Laden) lautet eigentlich immer „Hey, how are you?“ Wobei auf die Frage „Wie geht’s?“ gar keine Antwort erwartet wird.

Bis dann,
Michelle

Montag, 16. Januar 2017

Halbzeit

Hey,

Die Zeit vergeht wirklich unfassbar schnell. Nun ist die Hälfte meines Auslandsjahres schon um. Das zweite Semester hat bereits gestartet. Ich habe immer noch dieselben Fächer, bis auf Government. Stattdessen habe ich Economics (Wirtschaft), was mir bis jetzt super gefällt.
Ich bin echt froh, dass ich mich für ein ganzes Jahr entschieden habe. Ich wäre nämlich überhaupt nicht bereit jetzt schon abzureisen, denn ich habe mich jetzt richtig gut eingelebt. Nun fühlt sich alles so „heimisch“ an. Ich weiss auch nicht, es ist noch schwierig zu erklären.
Deutsch kann ich eigentlich immer noch ohne Probleme, aber mit der Satzzeichensetzung hapert es schon ein wenig...
Auch wenn ich noch 5 Monate hier bin, was eigentlich eine lange Zeit ist, fange ich schon an, an meine Rückkehr nachzudenken und Pläne zu machen. 
Bis dahin freue ich mich aber auf  die nächsten 5 Monate und auf alles was noch kommt.
Heute hatten wir die YFU Mid-Year-Orientation. Wir haben über die erste Hälfte unseres Austauschjahres gesprochen, was wir alles schon erlebt haben, und auch über die restliche Zeit, die uns hier in Amerika noch bleibt. Ausserdem haben wir Weihnachten nachgeholt. Jeder hat ein kleines Geschenk für das eigene Geschlecht mitgebracht. Zum Verteilen der Geschenke haben wir "Dirty Santa" gespielt. Jeder hat eine Nummer gezogen. Die Person mit der Nummer 1 durfte als erste ein Geschenk aussuchen und es auspacken. Dann war Person Nummer 2 an der Reihe und konnte entweder ein ungeöffnetes Geschenk nehmen, oder das Geschenk von Person Nummer 1 stehlen. Mit Person Nummer 3, 4, 5... genau das gleiche. Die Person, deren Geschenk geklaut wurde, konnte ein neues Geschenk aussuchen, oder eines stehlen. Man durfte aber nicht etwas stehlen, das man schon mal besessen hatte. Es war super lustig. Manche Leute haben Deals gemacht, weil sie etwas unbedingt haben wollten. Ein American Football war das angesagteste und meistgestohlene Geschenk. Das schlimmste Geschenk war ein Klodeckel... Schon nur die Idee sowas mitzubringen, fand ich unglaublich witzig. Ich ergatterte glücklicherweise eine schöne Kette.

Bis bald,
Michelle

Montag, 9. Januar 2017

Ein typischer Tag

Hallo meine Lieben,

An einem ganz normalen Schultag klingelt mein Wecker um 6.45 Uhr. Das Erste, was ich am Morgen mache ist mein Handy zu checken. Der Zeitunterschied zur Schweiz ist echt nicht so toll. Wenn ich am Morgen Freunden aus der Schweiz schreibe, dann sehe ich ihre Nachricht erst wenn ich wieder von der Schule nach Hause komme, und dann gehen sie schon wieder ins Bett.
Jedenfalls stehe ich gegen 7.00 Uhr auf, mache mich fertig, gehe in die Küche und esse mein Frühstück. Das besteht üblicherweise aus Müsli und einem Glas Wasser.
Der Schulbus kommt jeweils um 7.30 Uhr und er hält direkt vor unserem Haus, was wirklich praktisch ist. Die Fahrt zur Schule dauert ca. 15 Minuten.
Die erste Stunde beginnt um 8.00 Uhr.
Mein Lunch ist nach der 4. Schulstunde. Eine weitere Lektion ohne Essen würde ich wohl nicht überleben. An meiner Schule gibt es nämlich keine „Znüni-Pause“ oder ähnliches.
Der Unterricht endet um 15.15 Uhr.
Jetzt in der Basketball Saison haben wir direkt nach der Schule immer Training, oder an manchen Tagen Games. Nach dem Training holt mich jeweils meine Gastmutter ab.
Wenn ich kein Basketball hätte, würde ich ganz normal mit dem Schulbus nach Hause fahren.
Zuhause angekommen gehe ich erstmal unter die Dusche und dann gibt es eigentlich auch schon Abendessen. Nach dem Essen erledige ich das ganze Schulzeugs, sprich Hausaufgaben.
Anschliessend spiele ich meistens noch etwas mit meinem kleinen Gastbruder. Momentan möchte er am Liebsten die ganze Zeit Videogames spielen... (Ich werde hier noch zu einem echten PlayStation Profi.)
Ins Bett geht es für mich normalerweise zwischen 10.00 und 10.30 Uhr.

Eigentlich klingt das für mich wie ein ganz normaler Tagesablauf. Trotzdem gibt es einige kleinere Dinge, die sich schon von meinem „normalen“ Tag in der Schweiz unterscheiden.

Bis dann,
Michelle